Bodhisattva Avalokiteshvara

Avalokithesvara heißt übersetzt: „der das Leiden der Welt hört“, und häufig auch mit „ der alles hört und sieht“ übersetzt, jap. Kannon, wörtlich mit: „der auf die Rufe achtet“
Bodhisattva ist Sanskrit und heißt übersetzt sowas wie „erleuchtetes Wesen“ und gilt im Mahayana Buddhismus als höchstes Ideal der Verwirklichung.
Auf japanisch heißt Avalokithesvara  Kannon- eine Kurzform von Kanzeon, chinesisch Guanyin. Es ist der Bodhisattva des unbegrenzten Mitgefühls (jap. „daijihi“).

Wir sind gewohnt und äußerst geübt darin uns abzugrenzen.  Sich abzugrenzen ist meist sehr hilfreich für unser emotionales Überleben. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, sich abzugrenzen heißt auch dass wir uns trennen. Und durch diese Trennung, durch unser Nicht – Verbundensein mit allem was uns im Moment umgibt, entsteht unser ursprüngliches Leiden. Um diese Trennung zu überwinden, die eigenen Grenzen zu überschreiten, hilft uns die Übung des grenzenlosen Mitgefühls, um somit unsere wahre Natur zu erkennen und zu leben.

Im Shobogenzo Kapitel 33 beschreibt Dogen Zenji seine Auslegung des „Kannon“, der integrierte Koan ist auch im Hegikanroku („Blue Cliff Records“ oder „Die Niederschrift der Smaragdenen Felswand“) Fall 89 zu finden. Dort antwortet Meister Dogo auf die Frage von Meister Ungan: „Was tut ein Bodhisattva des großen Mitgefühls“ mit: „Er ist wie ein Mensch der Nachts die Hand nach hinten ausstreckt und nach seinem Kissen greift“.
Es liegt in unserer Natur anderen Menschen zu helfen, sie zu unterstützen, so wie wir nachts intuitiv nach unserem Kissen greifen. Wir beziehen uns dabei auf unsere ursprüngliche Sehnsucht, uns um andere zu kümmern, unsere uns innewohnende Kooperationsbereitschaft zu leben.

Shunryu Suzuki sagte: „Instead of living by karma we live by the vow to help people who live in karma”